Was war?

1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
Erwachsene Frühjahr
Toni ist ein einfacher und armer Schneidergeselle, sein einziger Besitz ist eine Wiese, die sich schon seit Generationen in Familienbesitz befindet und die er deshalb nicht verkaufen will. Da kommt es seiner Frau Gerda gerade recht, dass sie ein Grundstück erben soll. Die Erbschaft ist jedoch an eine Bedingung gebunden: Gerda muss glücklich verheiratet sein und in guten Verhältnissen leben. Kurz entschlossen macht sie im Antwortschreiben an den Notar aus ihrem Toni einen Schneiderfabrikanten. Als sich nun eine Frau Hofer im Auftrag des Notars zur Kontrolle ihrer Lebensverhältnisse ankündigt, ist die Verwirrung groß. Schnell werden die Freundin Sabine und der Freund Max als Hausmädchen bzw. Butler engagiert. Doch der Zufall will es, dass die Frau Hofer gerade in dem Moment erscheint, als sich Gerda bei Max für seine Hilfe mit einer Umarmung bedankt und Toni den Butlerfrack für Max vorführen will. Es bleibt nun nichts anderes übrig, als den Rollentausch für Frau Hofer fortzuführen. Zunächst scheint alles nach Plan zu gehen, Toni spielt, zwar widerwillig, aber sehr überzeugend den Butler, ist aber auf Max wütend, da dieser ihn bei seiner Frau Gerda als Ehemann so gut vertritt. Doch als nun auch noch das "Hausmädchen" Sabine für die Dame des Hauses gehalten wird und sich in den Armen von Butler Toni wiederfindet, ist das Chaos perfekt. Nur mit viel List und Tücke kann Max die Situation retten und Toni und Gerda zu einem hervorragenden Immobiliengeschäft verhelfen.

Die Falsche im Arm

von Wolfgang Bräutigam
Inszenierung: Christa Kummert
Erwachsene Frühjahr
Der Seifenfabrikant Paul Klee wird eines Morgens von seinem Angestellten Albert Lüttjohann aus dem Bett geholt, nicht weil die Firma brennt, sondern weil dieser eine Gehaltserhöhung verlangt. Und zwar gleich um das Dreifache! Klee ist geschockt. Leider ist das erst der Auftakt, einige Minuten später gesteht Lüttjohan eine Millionen-Unterschlagung. Jetzt will Klee die Polizei holen. Da gesteht Lüttjohan obendrein, seit Jahren ein Verhältnis mit Klees Tochter zu haben und bittet gleichzeitig um deren Hand. Jetzt ist Klee am Ende. Die Tochter wird herbeizitiert, sie gibt fröhlich ihre Liebe zu und erfindet, um die Sache zu beschleunigen, ein Kind zu erwarten. Klees Situation scheint aussichtslos, doch es gibt einen Hoffnungsschimmer. Es stellt sich heraus, dass das Mädchen, das Lüttjohan heiraten will, gar nicht die Tochter des Seifenfabrikanten ist, sondern sich lediglich dafür ausgegeben hat. Die echte Tochter aber, die mit dem erfundenen Baby, meint mit ihrer Liebe nicht Lüttjohan, sondern den Chauffeur Oscar. Oscar wiederum ist aber von Klee vor drei Tagen entlassen worden und aus Verzweiflung zur Fremdenlegion gegangen. Als Lüttjohan mit dem Koffer, der die unterschlagenen Millionen enthält, wieder auf der Bildfläche erscheint, tritt auch das Hausmädchen, gleichfalls mit Koffer, auf. Sie hat sich den einstmals von Klee als Schwiegersohn auserkorenen Baron gekapert und will sich nun von der Familie verabschieden. Beim Abgang verwechselt sie natürlich die Koffer - weg sind die Millionen. Damit ist das Chaos eigentlich perfekt, doch ...

Oscar

von Claude Magnier
Inszenierung: Norbert Baier
Erwachsene Herbst
Eines Abends wird Raumpflegerin Lilly Pfeifer bei ihrer Arbeit in der Büroetage mit einer Leiche konfrontiert! Als sie die Polizei vom Nebenzimmer aus über ihren schrecklichen Fund informieren will, findet sie dort eine weitere leblose Person – ihren Chef Marshal. Kurz darauf erscheint der von der zuständigen Polizeiinspektion verständigte Kriminalkommissar Harry Bach – ein alter Schulfreund von Lilly – am Tatort. Zu Lillys großem Entsetzen sind zu diesem Zeitpunkt beide Leichen spurlos verschwunden. Nur ein kleiner Blutfleck auf dem alten blauen Chefsessel ist stummer Zeuge und Spurenträger des Vorfalls. Völlig mysteriös wird die Situation, als auf einmal die vermeintlich zweite Leiche, der Firmenchef Marshal, quicklebendig auf der Bildfläche erscheint. Doch nach den ersten polizeilichen Ermittlungen verschwindet der Totgeglaubte ebenso plötzlich wieder wie er zuvor aufgetaucht war. Noch komplizierter wird der Sachverhalt, als unerwartet der Geschäftspartner der Firmenleitung, Ludwig, in seinen eigenen vier Wänden von einem Unbekannten umgebracht wird. Mit dem kriminalistischen Instinkt von Miss Marple leitet Lilly nun persönlich die Mord-Recherchen, sehr zum Unwillen von Kommissar Bach. Während der Polizei-Profi mit seinem Helfer Goddard ermittelt und der Kreis der Verdächtigen um Frau Marshal, die Sekretärinnen Scheller und Vicky sowie den leitenden Angestellten Westermeier immer größer wird, kokettiert Lilly wo nötig, verhört wo möglich, dirigiert wo erforderlich und hält so schließlich alle Fäden in ihrer Hand. Aber leider hat sie die Rechnung ohne die Kaltblütigkeit des Täters gemacht. Dieser (oder diese?) ist zu allem entschlossen, und als er/sie unversehens im Chefbüro alleine mit der Hobby-Kriminalistin zusammentrifft, eskaliert die Situation. Es kommt zum „Show down“ mit dem alles entscheidenden, abschließenden Kampf um Leben und Tod ...

Keine Leiche ohne Lilly

von Jack Popplewell und Christian Wölffer
Inszenierung: Christa Kummert
Erwachsene Frühjahr
In einem kleinen baden-württembergischen Städtchen, wo jeder jeden kennt, leben Charlotte und Paul Neumann in der Dienstwohnung eines ortsansässigen Bankunternehmens. Während Paul voll und ganz in seinem Job als Bank-Filialleiter aufgeht, ist Charly ständig auf der Suche nach geeigneten Nebenjobs. So antwortet sie unter anderem auf eine Annonce, bei der es anscheinend um den Vertrieb von skandinavischen Gläsern und Bestecken gehen sollte. Aber statt der zum Weiterverkauf erwarteten schwedischen Gläser und Bestecke treffen laufend pornographische Artikel ein. Dies ist äußerst peinlich, da sich überraschend Eleonore, Pauls Mutter, auf unbestimmte Zeit bei dem jungen Paar einquartiert und zu allem Überdruß auch noch Pauls Chef im Schlepptau hat. Paul und Charly haben ihre liebe Not, die beiden abzulenken. Es ist wie verhext: Es erscheint nicht nur Polizeihauptkommissar Rudor, sondern unglücklicherweise auch noch Revisor Schmöggl, der Pauls Filiale überprüfen will. Paul, der gerade erst zum Zweigstellenleiter der Bankfiliale avanciert ist, kommt langsam in Panik; denn die Lieferungen wollen kein Ende nehmen und lassen sich nur noch mit Mühe und viel Einfallsreichtum verbergen. Es gibt nur eine Rettung: Das verfängliche Material muß schleunigst beiseite geschafft werden, koste es was es wolle. Pauls Freund Willy soll helfen. Dabei stolpert der arme Willy von einer Katastrophe in die andere. Was immer er anstellt, er wird das Zeug nicht los, allmählich liegen seine Nerven blank. Als - um das Maß voll zu machen - auch noch zwei bildhübsche „Masseusen“ vor der Türe stehn, ist das Chaos perfekt und eine verfängliche Situation jagt die andere. Ein Skandal scheint unabwendbar...

Kein Sex bitte

von Anthony Marriott und Alistair Foot
Inszenierung: Torsten Neuwirth
Erwachsene Herbst
Regina Knobloch ist ein Drachen, wie er im Buche steht, und "Knobloch-Fashion" ist ein Familienbetrieb für "Mode von der Stange". Aber Regina will mehr! Dieses Jahr wird sie ihre verhasste Konkurrentin Bernadette de Chandon ausstechen. Dafür hat Regina ein Kleid designed, dass nicht nur einen bombastischen "Schlitz" aufweist, sondern auch in einem überaus stabilen Stahlkoffer steckt. Leider haucht Regina einen Tag vor der Präsentation ziemlich überraschend ihr Leben aus ... Die Hektik bricht aus im Hause Knobloch: Um die tote Regina trauern zwar weder ihr Gatte Kai-Uwe noch ihre Stiefsöhne Timo und Max, doch Reginas Tod muss unbedingt vor der penetranten Klatschjournalistin Margit Sommer vertuscht werden, sonst ist die Präsentation zum Teufel! Aber gibt es überhaupt eine Präsentation? Das geschlitzte Prunkstück steckt nämlich in einem verschlossenen Stahlkoffer und der Schlüssel dazu landet durch einen dummen Zufall ausgerechnet im Ausschnitt der affektierten Modezarin Bernadette! Im Knoblochschen Haushalt überschlagen sich die Ereignisse: Während Hausherr Kai-Uwe seine wiedergewonnene Freiheit ausgiebiger feiert, als allen lieb sein kann, verlieben sich Sohn Max und die Haushälterin Ilona. Der herbeigerufene Schlosser Ulf kriegt zwar den Stahlkoffer nicht auf, kann dafür aber Gedichte zitieren, die die Welt nicht braucht! Die machthungrige Linda hetzt ihren trotteligen Verlobten Timo gegen seinen eigenen Bruder Max und gegen Ilona auf, damit Timo Reginas Nachfolge antreten kann und Linda die neue Chefin von "Knobloch-Fashion" wird. Konkurrentin Bernadette macht dem tumben Timo schöne Augen und die karrieregeile Journalistin Margit findet plötzlich alles über die tote Regina heraus! Und als wäre das alles nicht schon dramatisch genug, taucht nun auch noch Reginas angebliche Zwillingsschwester Maria Seewald auf, um ebenfalls Reginas Erbe anzutreten ... Platzt die Präsentation nun endgültig? Schafft es die intrigante Linda, Timo und Max zu verfeinden, um neue Chefin von "Knobloch-Fashion" zu werden? Ist Maria Seewald wirklich die Zwillingsschwester der totgeglaubten Regina? Und sehen wir ihn schlussendlich doch noch, den "Schlitz im Kleid"?

Schlitz im Kleid

von Frank M. Ziegler und Michael Zeeb
Inszenierung: Hella Walter und Georg Schulz
Erwachsene Herbst
Die Bewohner eines Dorfes leben in Harmonie und Eintracht zusammen. Jeder weiß von jedem alles, Geheimnisse gibt es nicht. So berichtet der Postbote bei seinem täglichen Verteilergang von den Neuigkeiten des Tages. Die Kramerin, die Schmatzerin und die „Goschn-Mare“ sorgen dafür, dass diese auch „wortgetreu“ weitergegeben werden. Beim Dorfwirt „Speckmoar“ wird gemütlich das ein oder andere Bier getrunken, und der Nachtwächter Achatz macht sich einen Spaß daraus, jeden Abend vor der Ladentür der Kramerin die Tauben zu füttern. Alle Späße und auch der blühende Dorfratsch sind harmlos, denn keiner will dem anderen ernsthaft schaden. Doch dann ändert sich plötzlich alles. Der Bauer Erbhofer erhält einen Brief aus der Stadt, der ihn offensichtlich nicht interessiert und den er deshalb ungeöffnet in seiner Jackentasche vergisst. Über den Inhalt des Briefes wird zunächst hinter vorgehaltener Hand getuschelt, dann aber ganz offen diskutiert und spekuliert. Es entstehen Gerüchte, die sich von einfachen Verdächtigungen bis hin zu handfestes Beschuldigungen entwickeln. Angetrieben werden die Dorfbewohner dabei von zwei skurrilen, für die Dorfbewohner unsichtbaren Gestalten „Ratsch“ und „Tratsch“. Diese heizen die sich immer mehr zuspitzende Stimmung zusätzlich kräftig an. So kommt es schließlich zu einem Treffen der Bewohner, bei dem beschlossen wird, dass der Erbhofer für die Gemeinschaft nicht mehr tragbar ist: Der Erbhofer soll das Dorf verlassen. Ob es soweit kommt, wie weit die Sache eskaliert und was in dem Brief steht ...

Der Ratsch und der Tratsch

von Peter Landstorfer
Inszenierung: Torsten Neuwirth und Wast Ott
Kindertheater
Die arme Müllerstochter Goldi trifft bei einem Spaziergang auf den traurigen daher reitenden jungen König Siegbert. Nachdem sie ihm etwas zu trinken gegeben hat, kommen die beiden ins Gespräch und verstehen sich auf Anhieb prächtig. Doch schon nach kurzer Zeit muss seine Hoheit weiter reisen, da er von großen Sorgen geplagt wird. So kann er nur dann künftig als König das Land regieren, wenn er innerhalb von 12 Monaten eine reiche Frau heiratet, die alle Schulden seines Vaters begleichen soll. Darüber hinaus muss seine Auserwählte auch noch einen Thronfolger zur Welt bringen. Falls dies nicht geschehe, wird Senta, die hinterlistige Ehefrau seines verstorbenen Vaters, die Regentschaft des Landes übernehmen. Letztere versucht mit allen Mitteln die Bemühungen des jungen Königs zu durchkreuzen. Dabei schlüpft sie in die Rolle der Wahrsagerin Mirza. Tatkräftige Unterstützung erhält Senta dabei nicht nur vom Schatzmeister des Landes, der seine Taschen mit Geld voll stopfen will, sondern auch von General Klumpfuß, der lediglich an den neuesten Waffen interessiert ist. Bei einem zufälligen Treffen zwischen dem Müller, dem jungen König sowie Schatzmeister Pleite und General Klumpfuß lässt sich Goldis Vater im Gespräch zu einer verhängnisvollen Lüge hinreißen und behauptet, dass Goldi aus Stroh Gold spinnen kann. Dies sorgt für große Überraschung und Turbulenzen. Goldi muss nun die Suppe auslöffeln, die ihr Vater eingebrockt hat. Doch sie kann sich dabei auf die Unterstützung einer großen Mäuseschar verlassen. Plötzlich steht ein kleines Männchen vor ihr, das seine Hilfe anbietet. Dafür verlangt es aber eine Gegenleistung...

Rumpelstilzchen

von Gebrüder Grimm und Gernot Bischoff
Inszenierung: Regina Seuffert und Sieglinde Karg
Erwachsene Frühjahr
Unser Protagonist Teddy hat nach seiner Frühpensionierung (mit zweiundfünfzig ist man ja wirklich alt genug, um aus dem stress-geplagten Berufsalltag in der Verwaltung der Wasserwerke auszusteigen ...) die Computerwelt kennen und lieben gelernt und sich mit großer Begeisterung in diversen Internet-Foren zur Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen herumgetrieben. Da er eher zu den schüchternen Zeitgenossen zählt, kommt ihm die Anonymität im Chatroom sehr entgegen. Dort hat Teddy sich ein zweites Ich zugelegt, für das passenderweise sein alter Freund und früherer Arbeitskollege Harry als Vorlage dient; schließlich ist der von der munteren Sorte, dem anderen Geschlecht durchaus offen gegenübertretend und deshalb auch als der „Rock Hudson der Wasserwerke“ bekannt. In dieser Maske hat Teddy im Internet mit Maggy angebandelt – eine Verbindung, die von beiden Seiten als durchaus anregend und sehr angenehm empfunden wird, wenn nicht ..., ja wenn Maggy nicht auf die Idee gekommen wäre, ihren „Internet-Lover“ endlich persönlich kennen zu lernen. Dem steht nicht nur Teddys bereits erwähnte Schüchternheit entgegen, sondern auch die nicht unwesentliche Tatsache, dass Teddy seit Jahren glücklich mit Nelly verheiratet ist. Der offensichtliche Ausweg, dass der reale Harry jetzt auch im wirklichen Leben als Teddys Alter Ego auftritt und Maggy liebevoll in Empfang nimmt, findet bei Harry nicht wirklich die überwältigende Zustimmung; schließlich möchte er eigentlich von den Eskapaden seines Freundes unbehelligt seinen Geburtstag feiern, und außerdem haben die Wasserwerke mehrmals seine Anwesenheit zur Durchführung dringender Wartungsarbeiten in der Hausinstallation angemahnt. Das Ganze muss Harry dann noch mit dem Einsatz von Rosa, seiner ebenso tat- wie sprachgewaltigen Raumkosmetikerin, koordinieren. Als plötzlich die blutjunge Cindy auftaucht und Harry ungeniert zu umgarnen beginnt, gerät die Szenerie völlig aus den Fugen: Harry hält Cindy für die angekündigte Maggy, Teddy denkt, sie sei Harrys Putzfrau, aber eigentlich möchte Cindy nur wie bestellt einen kleinen Strip hinlegen. Die Aktivitäten von Mark, Harry’s Neffe, sowie Tom, Maggy’s Sohn, sind da auch nicht wirklich hilfreich – im Gegenteil, deren zum Teil überraschende, zum Teil absolut undurchsichtige Querverbindungen zum Rest der Mannschaft führt eher zu noch größeren Komplikationen. Der Auftritt von Evi, die ihren Vater Teddy auf ehebrecherischen Abwegen wähnt, macht schließlich das Chaos komplett.

Chat Set

von Daniel Pascal
Inszenierung: Torsten Neuwirth und Wast Ott
Kindertheater
Schneewittchen lebt eigentlich in einer glücklichen Welt. Zu ihrem Vater, dem König, pflegt sie ein inniges Verhältnis, während ihre Stiefmutter, die Königin, mit Neid auf ihre hübsche und allseits beliebte Stieftochter Schneewittchen blickt. Der freche und vorlaute Zauberspiegel bringt deutlich zum Ausdruck, dass er sichtlich von dem andauernden Fragespiel „Spieglein, Spieglein an der Wand …“ genervt fühlt. Als er der Königin ein ums andere Mal erzählt, dass Schneewittchen 996 Mal schöner sei wie sie selbst, fasst Erstere einen teuflischen Plan. Diesen versucht der treue Jäger zu vereiteln, indem er die junge Prinzessin zu den sieben Zwergen bringt. Als der Zauberspiegel nach einen Blick in sein Navigationsgerät der Herrscherin den Aufenthaltsort der Prinzessin verrät, macht sie sich auf, um die Sache nun selber in die Hand zu nehmen. Dabei werden die Zwerge plötzlich aus ihrem sorgenfreien Alltag gerissen und schlüpfen unversehens in eine wichtige Beschützerrolle. In diese brenzlige Situation platzt noch ein ziemlich zerrissener junger Mann, der von sich behauptet, er sei der Prinz von Traumasia und auf der Suche nach einer Ehefrau. Letztendlich siegt dann doch wieder das Gute: Durch eine glückliche Fügung kann Schneewittchen gerettet und die böse Königin mit Hilfe der Zwerge dingfest gemacht werden.

Schneewittchen und die sieben Zwerge

von Gebrüder Grimm und Ingo Sachs
Inszenierung: Regina Seuffert, Kathi Schindler und Torsten Neuwirth
Erwachsene Herbst
Die englische Farce „Der nackte Wahnsinn“ von Michael Frayn ist eine Aneinanderreihung von skurrilen Bühnengeschehnissen und lebt von vielen Slapstick-Elementen, erotischen Anspielungen sowie witzigen Dialogen und großer Situationskomik. Für den fetzigen Bühnencocktail nehme man: Türen die offen stehen wenn sie zu sein sollten und Klamotten die verloren gehen wenn sie eigentlich gewisse Körperteile verdecken sollten. Das Ganze verfeinert mit Eifersucht, Neid und einer Prise Chaos. Et voilà: Fertig ist das Spektakel. Im ersten Akt erleben sie eine Theatertruppe an ihrer Generalprobe, wenige Stunden vor der Premiere. Nichts klappt. Die Nerven werden nicht geschont, und die Probe lässt für die Aufführungen nichts Gutes erahnen. Im zweiten Akt befinden wir uns dann einen Monat später. Bereits auf Tournee. Irgendwie hat das Ensemble offenbar die Kurve gekriegt. Missverständnisse, Intrigen und simples Pech wirken wie Sand im Getriebe, und die Aufführung, die wir hinter der Bühne verfolgen können, wird zu einem Desaster. Im letzten Akt erleben wir die Aufführung Nr. 197, die Tournee geht ihrem Ende entgegen und die Verschleißerscheinungen an Schauspielern und Ausstattung sind nicht mehr zu übersehen. Und dabei hätten alle mit dem turbulenten Bühnenspass, den sie proben, mehr als genug zu tun: Haushälterin Mrs. Clackett will es sich im Haus ihres Arbeitgebers vor dem Fernseher gemütlich machen, als Makler Roger Tramplemain auftaucht, der es sich mit seiner Geliebten Vicky im Bett gemütlich machen will. Kaum hat Mrs. Clackett dieses Problem gelöst, kreuzen die Hausbesitzer Mr. und Mrs. Brent auf, die eigentlich auf der Flucht vor der Steuerfahndung in Spanien sein sollten....

Der nackte Wahnsinn

von Michael Frayn
Inszenierung: Torsten Neuwirth und Wast Ott
Kindertheater
Tief im Berg wohnen die Wawuschels. Im Dunklen kommen sie gut zurecht, denn sie haben leuchtend grüne Haare. Dafür müssen sie sich Nachtmützen aufsetzen, wenn sie schlafen wollen. Die Wawuschels essen am liebsten Marmelade: Himbeer- oder Blaubeermarmelade, oder noch besser, Tannenzapfenmarmelade. Die kocht die Wawuschelmutter am großen Herd. Eines Tages aber kracht es im Berg gewaltig und der gute Herd geht zu Bruch. Was tun, wenn man zwar ein Zauberbuch hat, mit dem man einen neuen Herd herbeizaubern könnte, aber leider – wie die Wawuschelgroßmutter – das Lesen verlernt hat? Und irrtümlich einen dreiköpfigen Drachen herbeizaubert, der dauernd gekrault werden will? Immerhin: der Drache ersetzt das Feuer, aber wer schützt die Wawuschels vor dem nächsten Beben? Und wo überhaupt kommt es her? Das wollen Wischel und Wuschel, die Wawuschelkinder, herausbekommen. Auf ihrer Abenteuertour geht es aber nicht ungefährlich zu. Sie begegnen den gefräßigen Zazischels, den Korksen und den Kirksen und zuletzt sogar dem letzten aller Mamoffel, einem Zottelwesen, das mit den Wawuschels nichts Gutes im Sinne hat. Aber Wischel begegnet auch einem Menschenmädchen und als kluges Wawuschelmädchen lernt sie bei ihr das Lesen in nur einer Nacht. Nun kann sie im Zauberbuch lesen und die Welt der Wawuschels retten. Puh – noch mal Glück gehabt!

Die Wawuschels mit den grünen Haaren

von Irina Korschunow
Inszenierung: Kathi Schindler, Ramona Schindler, Wolfgang Stich und Miri Hinreiner
Jugendtheater
Armin Uferlos ist arm dran. Sein Friseursalon läuft nicht, er kann kaum noch das Geld für die Ladenmiete aufbringen. Die alternativ angehauchte und vorzugsweise Knoblauch essende Vermieterin kreuzt sporadisch auf und nervt ihn ganz gewaltig. Zudem hat er Beziehungsstress mit Gregor, dem Mann seines Herzens, und zu allem Überdruss steht auch noch plötzlich seine aus dem Altenheim ausgebüchste Tante vor der Tür und eröffnet ihm, dass sie dorthin keinesfalls zurück will. Um das Maß gänzlich voll zu machen, hat der Vormieter des Ladens einen extrem stacheligen Kaktus zurückgelassen, der mehr und mehr zum Problem wird, da er zu Armins Entsetzen allmählich zu einem Blut saugenden Vampir mutiert. Für Armin völlig unverständlich entwickelt Carmen, seine junge Friseuse, eine liebevolle Beziehung zu dem sich zu einem Monster auswachsenden Kaktus, den sie zärtlich Eddi nennt und von dem sie sich bereitwillig aussaugen lässt. Armin ist entschlossen, Eddi nun endlich zu entsorgen, als sich jedoch herausstellt, dass sich aus dessen Blüten ein nie da gewesenes Blond färben lässt. Der geschäftliche Erfolg ist von nun an nicht mehr aufzuhalten. Die Kunden bitten scharenweise um einen Termin, alle wollen diese einzigartige Farbe für ihr Haar. Die Geldsorgen sind passé. Da geschieht das Unvermeidbare: Der nimmersatte Eddi hat sich an eine Kundin herangemacht und schwelgt im Blutrausch. Armin ist verzweifelt und ratlos. Doch es gibt immer eine Lösung...

(K)ein Kaktus zum Verlieben

von Heidi Faltlhauser
Inszenierung: Claudia Derntl und Heidi Faltlhauser
Erwachsene Frühjahr
London, Anfang der 50er Jahre. Mollie Ralston hat das alte Haus „Monkswell Manor“ von ihrer Tante geerbt und eröffnet gemeinsam mit ihrem Ehemann Giles eine Pension. Bei den Vorbereitungen hören sie die Schreckensmeldung die schon den ganzen Tag durch die Presse geht: In London wurde eine Frau ermordet, der Täter ist flüchtig und die Polizei hat die Fahndung aufgenommen. Zur Eröffnung der Pension haben sich vier Gäste angesagt: der junge, etwas sonderbare Architekturstudent Christopher Wren, die gestrenge altjüngferliche Mrs. Boyle, die distanzierte Miss Casewell und der pensionierte Offizier Major Metcalf. Durch einen Anruf des Superintendent Hogben muss Mollie erfahren, dass die Spur des Londoner Frauenmörders direkt hierher führt und dass ein Sergeant geschickt werden soll, der die Sicherheit des Hauses gewährleisten wird. Plötzlich taucht scheinbar zufällig ein unerwarteter Mann aus der Kälte auf: eine Schneewehe ließ seinen Wagen überschlagen, und Mr. De Chevalier sucht Unterschlupf in der Pension. Das Wetter verschlechtert sich weiter, bald sind die Straßen nicht mehr befahrbar, das Haus völlig von der Außenwelt abgeschnitten und wird zur Mausefalle! Trotz des immer schlimmer werdenden Schneefalls schlägt sich Sergeant Trotter mit Skiern zu den Eingeschlossenen durch. Kurz nach seiner Ankunft ist auch die Telefonleitung tot! Spät Abend findet sich plötzlich einer von ihnen allein mit dem Mörder, der sich mit seiner Erkennungsmelodie „Drei kleine blinde Mäuselein“ ankündigt, in einem Raum wieder… Wer ist der Mörder? Jeder war zur Tatzeit im Haus und jetzt ist jeder verdächtig!

Die Mausefalle

von Agatha Christie
Inszenierung: Miri Hinreiner und Martin Schönacher